Anlässlich des Jubiläums "1250 Jahre Hockenheim" veranstaltet der Schwimmverein Hockenheim in Kooperation mit dem Freizeitbad Aquadrom am 17. auf 18. August 2019 erstmals ein 24-Stunden-Schwimmen. Veranstaltungsort ist das Aquadrom. Da sich bei dieser Veranstaltung nicht nur ambitionierte Schwimmer angesprochen fühlen sollen, sondern Jeder, der auch mal gerne ein paar Bahnen im kühlen Nass schwimmt, erklärt im nachfolgenden Interview der Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit, Sven Grundner im Gespräch mit Pressewartin Manuela Göbel, was solch ein 24-Stunden-Schwimmen überhaupt ist.

Link für weitere Informationen und die Anmeldung: www.24h-schwimmen-hockenheim.de

Das Interview

Manuela Göbel: Sven, der SV Hockenheim organisiert erstmals in der Geschichte des Vereins ein 24-Stunden Schwimmen. Ist diese Veranstaltung ein Wettkampf für gut trainierte Schwimmer, an dem man 24 Stunden am Stück schwimmen muss?

Sven Grundner: (lacht): Nein, das 24-Stunden Schwimmen ist kein Wettkampf. Und man muss auch nicht 24 Stunden durchgehend schwimmen. Vielmehr sollen alle Diejenigen angesprochen werden, die Spaß am nassen Element haben. Die 24 Stunden beschreiben den Zeitraum während dem ein Teilnehmer die Möglichkeit hat seine Bahnen zu ziehen. D.h. also, es geht am 17. August um 12 Uhr mittags los und endet am 18. August wiederum um 12 Uhr. Jeder Teilnehmer kann nun, wann immer er möchte, im Schwimmerbecken schwimmen. Die Bahnen werden gezählt und addiert.

Göbel: Aha, das klingt schon nicht mehr so abschreckend. Darf denn jeder an der Veranstaltung teilnehmen? Oder muss man Mitglied in einem Schwimmverein sein?

Grundner: Jeder, der mindestens 50m (2 Bahnen im Schwimmerbecken) am Stück schwimmen kann, darf teilnehmen.

Göbel: Wie funktioniert das mit dem Bahnen zählen und woher weiß man zum Schluss, wie viel Bahnen jeder geschwommen ist?

Grundner: Geschwommen werden kann auf allen der fünf Bahnen des Schwimmerbeckens. Diese sind durch Leinen voneinander getrennt. Mit dem Eintritt bekommt man ein Bändchen und eine Bahnenkarte. Man sucht sich eine Bahn aus und gibt die Karte an die Helfer auf der Starterbrücke, die nun das Bahnen-zählen übernehmen.  Wenn man die Einheit beendet hat, bleibt die Karte auf der Starterbrücke. Möchte man später noch einmal schwimmen, dann bekommt man seine Karte und zeigt diese beim nächsten Sprung ins Wasser wieder vor. Wenn man nicht weiter Schwimmen möchte kann man die Karte beim Wettkampfbüro abgeben und bekommt dafür eine Urkunde und eventuell auch eine Medaille. Ob Medaille und welche Farbe der Medaille ist abhängig vom Alter und der Anzahl der geschwommenen Bahnen. Zusätzlich wird verschiedene Wertungen geben, d.h. also Einzelschwimmer, Familien, Vereine usw.

Göbel: Die Bahnen werden gezählt? Das ist ja toll. Wie kann ich mir das vorstellen? Man wird ja nicht alleine auf der Bahn sein.

Grundner: Nein, es können bis zu 10 Schwimmer auf die Bahn. Was dann aber schon sehr voll ist. Jeder Schwimmer bekommt eine Badekappe, die sich farblich oder durch Zahlen von den anderen unterscheidet. So können die Bahnenzähler die Schwimmer auseinander halten.

Göbel: Bei 10 Schwimmern auf der Bahn wird es aber ganz schön voll. Gibt es denn da aus anderen 24-Stunden Schwimmen Erfahrungswerte, zu welcher Uhrzeit man am besten schwimmen kann?

Grundner: In der Regel ist nachts natürlich am wenigsten los. Das wäre unsere Empfehlung, sich die späten Abend- bis Nachtstunden auszusuchen. Ansonsten versuchen wir eine "langsame" und eine "Schnellschwimmerbahn" einzurichten. Aber da müssen wir während der Veranstaltung schauen, wie dies umsetzbar ist.

Göbel: Darf ich mit Flossen oder Brett schwimmen? Und muss ich spezielle Schwimmbekleidung tragen?

Grundner: Beides mal "Nein". Es sind keine sogenannten Hilfsmittel erlaubt. Das wäre bei der Anzahl der Schwimmer auf der Bahn und der unterschiedlichen Leistungsstärken auch zu gefährlich und natürlich auch unfair. An Schwimmbekleidung ist alles erlaubt, was für das Aquadrom als Badebekleidung zählt. Bikini, Badeanzug, Badehose, alles erlaubt. Neoprenanzüge, z.B. sind verboten.

Göbel: Und was kann ich machen, wenn ich eine Schwimmpause einlege? Muss ich dann das Bad verlassen?

Grundner: Man hat die Möglichkeit das Bad zu verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu kommen. Über das Bändchen, welches es beim ersten Eintritt gibt, können wir erkennen, dass derjenige nicht nochmal Eintritt bezahlen muss. Wenn man im Aquadrom bleiben möchte, dann kann man sich dort ausruhen oder das Angebot des Freizeitbades nutzen. Nachts ist allerdings der Außenbereich geschlossen. Und Sauna kostet wie gehabt extra.

Göbel: Aber schließt das Aquadrom nicht spätestens um 24 Uhr?

Grundner: Nein, für dieses Wochenende bleibt es komplett geöffnet.

Göbel: Muss ich mich für die Veranstaltung vorher anmelden oder geht auch Tageskasse?

Grundner: Es geht tatsächlich Beides. Wir haben bereits die Voranmeldung freigeschaltet. Der Eintritt ist ermäßigt und erlaubt, wie gesagt, auch die Nutzung der Angebote des Freizeitbades. An der Tageskasse kostet es dann natürlich mehr. Unter dem Link www.24h-schwimmen-hockenheim.de kann man sich weitere Informationen einholen, die Ausschreibung anschauen und die Voranmeldung geht auch hierüber.

Göbel: Eine letzte nicht ganz unwichtige Frage. Hat denn das Kiosk die 24 Stunden über geöffnet oder muss ich mir meine Verpflegung selbst mitbringen?

Grundner: Selbstverständlich stellen wir über die kompletten 24 Stunden Verpflegung in Form von Essen und Trinken zur Verfügung.

Göbel: Vielen Dank, Sven,  für die umfangreichen Informationen.

Die Interviewpartner

Sven Grundner: 1999 trat Sven Grundner dem SV Hockenheim als aktiver Schwimmer ein. 2003 übernahm er die erste Jugendmannschaft als Trainer. Seitdem steht er als Trainer regelmäßig im Aquadrom und im Lehrschwimmbecken am Beckenrand und begleitet seine Schützlinge auf Wettkämpfen. Im Jahr 2012 wurde er zum Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit gewählt und leistet seitdem gute Arbeit für den Verein.
 

Manuela Göbel: Sie ist seit 17 Jahren Mitglied im Schwimmverein. Sie schwimmt aktiv in der Mastersgruppe und hat 2004 das Amt als Pressewartin übernommen.